Beispiele für chancengerechte Setzung
in Turnier-Tableaus
Das ist nichts Neues und den meisten sehr wohl bekannt. Doch sollen diese Beispiele vielleicht
denen eine kleine Unterstützung geben, die sich noch etwas schwer damit tun.
Mehr oder weniger Abweichungen von diesen Vorgehensweisen bei Setzungen in Tableaus
bedeuten auch immer mehr oder weniger Fehler in der Setzung.
Bedauerlicherweise sind selbst speziell dafür geschriebene Software-Programme oft fehlerhaft.
Anmerkungen
Fehler bei Setzungen sind leider häufig zu sehen - hier einige Beispiele dafür:
1. Falsche Setzung
Dieser Fehler ist relativ selten, aber durch die große zeitliche Verzögerung bei der
Aktualisierung von offiziellen Ranglisten läßt es sich auch kaum ganz vermeiden.
2. Zu wenige gesetzt
Dies ist schon häufiger und da viele Paarungen dann durch Los zustande kommen,
ergeben sich unerwünschte Begegnungen, wie zwei vom gleichen Verein, weit ange-
fahren, treffen gleich in der ersten Runde aufeinander. Oder zwei besonders gute
Spieler machen schon in der ersten Runde ihr „Endspiel“.
3. Auf falsche Positionen gesetzt
Dieser Fehler ist geradezu schon Mode. So erlebt man immer wieder, dass z.B. in einem
32er Feld der dritthöchst gesetzte statt auf 17 auf Position 24 und/oder der vierthöchst
gesetzte statt auf 16 auf Position 9 gesetzt wird.
Noch fataler wäre es diese zu losen welcher in die obere und welcher in die untere Hälfte
soll. Nicht nur, das dann bei der Zuordnung der Freilose eine zusätzliche Fehlerquelle
vorhanden ist, sondern es fehlt in diesem Fall die Ausgewogenheit, wo doch die Summen
der Ranglistenplätze in den Tableau-Hälften bzw. Tableau-Vierteln, Tableau-Achteln etc.
immer gleich sein muss.
4. Freilose falsch vergeben
Das passiert sehr schnell, wenn zu wenige gesetzt werden. Sind viele entsprechend der
aktuellen Ranglisten gesetzt, so ist es natürlich auch einfach die Freilose richtig zuzuordnen.
5. Wildcards falsch vergeben
Oft wird einem nicht gesetzten Spieler mit Wildcard (durchaus berechtigt) ein Platz im
Teilnehmerfeld vergeben. Das ist auch absolut in Ordnung.
Aber anstatt diesen ähnlich wie bei Freilosen zu platzieren, setzen Veranstalter diesen oft
genauso wie einen gesetzten; wohl in der Hoffnung, dass er dem Turnier möglichst mehr
als eine Runde erhalten bleibt.